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Forschung

Cannabis und Angst bei Menschen und Hunden: die Studienlage

Warum CBD-Studien zwischen Sorgen, körperlicher Angst und konkreten Stressreaktionen unterscheiden.

Illustrierte Person mit einer Tasse neben einem Hund auf dem Sofa

Angst umfasst verschiedene Ergebnisse

CBD verringerte in einer kleinen Studie mit Menschen mit sozialer Angst die Angst während einer Redeaufgabe. Eine spätere Studie bei starkem Grübeln fand keine Verbesserung anhaltender Sorgen, jedoch in einer Bedingung mit wiederholter Anwendung weniger körperliche Angstsymptome. Bei Hunden zeigte eine andere Studie einen deutlicheren Cortisolunterschied bei Autofahrten als bei Trennung.

Untersucht wurde CBD; die Ergebnisse belegen keine entsprechenden Wirkungen von THC oder gemischten Cannabisprodukten.

Ein kleiner Versuch bei sozialer Angst zeigte Nutzen

In einer randomisierten Doppelblindstudie von 2011 erhielten vierundzwanzig zuvor unbehandelte Menschen mit sozialer Angststörung CBD oder Placebo vor einer simulierten öffentlichen Rede. Zwölf gesunde Personen bildeten eine zusätzliche Vergleichsgruppe. CBD verringerte gegenüber Placebo Angst, Unbehagen und berichtete kognitive Beeinträchtigung während der Aufgabe.

Das ist ein konkreter positiver Befund in einer definierten Situation. Untersucht wurde eine einzige Sitzung mit kleiner klinischer Stichprobe. Ob handelsübliche Produkte dasselbe leisten oder der Nutzen im Alltag monatelang anhält, beantwortet sie nicht.

Sorgen und körperliche Symptome reagierten unterschiedlich

Eine placebokontrollierte Studie von 2023 untersuchte dreiundsechzig Personen mit ausgeprägter Neigung zu Sorgen. Zwei CBD-Bedingungen wurden nach einmaliger Gabe und über zwei Wochen mit Placebo verglichen. Akut verbesserten sich weder Sorgen noch Angstsymptome. Auch wiederholte Anwendung verringerte Sorgen nicht; eine CBD-Bedingung reduzierte jedoch die Angstsymptome im Studienverlauf.

Die Forschenden sahen darin einen möglichen begrenzten Effekt auf körperliche Angsterregung statt auf den gedanklichen Prozess des Sorgens. Weniger körperliche Spannung und weniger wiederkehrende ängstliche Gedanken sind somit nicht dasselbe Behandlungsergebnis.

Bei Hunden wurde eine Stresssituation untersucht

Eine verblindete, placebokontrollierte Studie von 2023 verteilte vierzig Hunde auf CBD oder Placebo und untersuchte Trennung oder Autofahrt. Über beide Tests zusammen war der Cortisolwert danach in der CBD-Gruppe niedriger. Für Autofahrten allein war der Unterschied ebenfalls signifikant, für Trennung allein nicht.

Das beschreibt den Befund genauer als die Aussage, CBD heile Hundeangst. Nicht jede Messgröße und jeder Vergleich zeigte dasselbe Muster. Hunde können Sorgen nicht sprachlich schildern; physiologische Werte und beobachtetes Verhalten müssen zusammen betrachtet werden. Bloße Ruhe ist noch kein Beweis für Erholung.

Die Ergebnisse unterscheiden sich nach Symptom

In den Humanstudien verringerte CBD Angst während einer Redeaufgabe und einige körperliche Symptome bei wiederholter Anwendung, während anhaltende Sorgen unverändert blieben. Bei Hunden war der Cortisolunterschied bei Autofahrten deutlicher als bei Trennung. Die Effekte betreffen bestimmte Symptome und Situationen, keine einheitliche Reaktion bei Mensch und Tier.

Quellen und weiterführende Lektüre

Allgemeine Informationen, keine individuelle Rechts- oder medizinische Beratung.